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Thomas Burkart
Das qualitative Experiment in der Entwicklungspsychologie am Beispiel von Jean Piaget
Im Beitrag wird das qualitative Experiment definiert als "der nach wissenschaftlichen Regeln vorgenommene Eingriff in einen (sozialen) Gegenstand zur Erforschung seiner Strukturen" (Kleining, 1986) dargestellt und in seiner Anwendbarkeit auf entwicklungspsychologische Gegenstände beschrieben. Die entwicklungspsychologische Anwendbarkeit wird einerseits mit bedeutenden qualitativen Experimenten aus der Entwicklungspsychologie und andererseits anhand experimenteller Skizzen demonstriert, die spezielle Techniken des qualitativen Experiments veranschaulichen.
Insbesondere werden die qualitativen Experimente in der Entwicklungspsychologie an den Arbeiten Piagets verdeutlicht, wobei hier die Experimenteaus dem Frühwerk (z.B. Experimente zum kindlichen Verständnis der Rechts-Links-Relation), im Hauptwerk (z.B. Experimente zur Entstehung der Objektkonstanz) und im Spätwerk (z.B. Experimente zur Entwicklung des Zahlbegriffs) unterschieden werden.
Anhand experimenteller Skizzen zu entwicklungspsychologischen Themen soll die Umsetzung der experimentellen Techniken Separation, Segmentation, Kombination, Reduktion, Adjektion, Substitution und Transformation in der Entwicklungspsychologie demonstriert werden.
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