|
Gerold Scholz
Teilnehmende Beobachtung: eine Methodologie oder eine Methode?
In einem ersten Teil werden in einem an Beispielen orientierten Überblick Diskussionsstränge zur Methode der teilnehmenden Beobachtung vorgestellt. Dabei wird unterschieden zwischen Situationen zwischen zwei Kulturen, also der klassischen ethnologischen Situation und Situationen der Forschung in der eigenen Kultur, also des fremden Blicks auf die eigene Kultur. Dieser Überblick stellt die Stichworte der weiteren Auseinandersetzung bereit. Der zweite Teil beschäftigt sich nur noch mit dem fremden Blick in der eigenen Kultur. Gefragt wird, was "Wahrnehmung mit allen Sinnen" meint; ob es wirklich notwendig ist, dass der Beobachter "eine soziale Rolle in der untersuchten Gemeinschaft einnimmt" und ob sich Datensammlung, Dateninterpretation und Darstellung der Ergebnisse trennen lassen. In der Bestimmung von teilnehmender Beobachtung als Methode der Wahl für Fallstudien wird eine Argumentationsfigur entwickelt, mit der begründet werden soll, was sich durch teilnehmende Beobachtung erfahren lässt, d.h. welche Art von Daten teilnehmende Beobachtung generiert. Diese Frage wird konzentriert auf teilnehmende Beobachtung im Rahmen der Erforschung von Kindern.
|