|
Jaan Valsiner & Rainer Diriwächter
Qualitative Forschungsmethoden in historischen und epistemologischen Kontexten
Falls uns die ganzheitspsychologischen Schulen des letzten Jahrhunderts des einen belehrt haben, dann ist es die Unverzichtbarkeit der wissenschaftlichen Untersuchung vom Ganzen über seine Teile. In diesem Kapitel werfen wir einen Blick auf die qualitativen Forschungsmethoden in spezifischen Kontexten, wobei wir großen Wert auf die Wichtigkeit der Ganzheit legen. Hierbei werden wir auch die Bedeutung von Entwicklung nochmals genauer unter die Lupe nehmen, d.h. die direktionale Transformation von Ganzheiten. Nebst einer kurzen geschichtlichen Übersicht von "verlorenen" Entwicklungsperspektiven werden wir ebenfalls die Möglichkeit einer Unifikation von qualitativen und quantitativen Methoden diskutieren. Letztendlich hoffen wir klar zu machen, dass die Koordination der verschiedenen Perspektiven von der Auffassung des Phänomens sowie der genauen Forschungsfragen abhängen. Mit anderen Worten: Methodologie ist kein "Werkzeugkasten", sondern eine integrierte Struktur von epistemologischen Prozessen. Wie es so schön heißt, Sinn aus der ganzen Sache oder eine Unifikation von den assimilierten Erkenntnissen kann schlussendlich nur der seriöse Wissenschaftler machen
Als englische Fassung online abrufbar:
Rainer Diriwächter & Jaan Valsiner (2005). Qualitative Developmental Research Methods in their Historical and Epistemological Contexts. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research [On-line Journal], 7(1). Verfügbar über: http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/1-06/06-1-8-e.htm [engl. Fassung des Beitrags aus dem "Handbuch Qualitative Entwicklungspsychologie")
|